PETER MERTES STIPENDIUM 2005: GERDA SCHEEPERS UND ROLAND GÄTZSCHMANN

11. März -23. April 2006

Freitag, 10. März 2006, 19 Uhr Eröffnung und Jubiläumsfeier: 20 Jahre Peter Mertes Stipendium

 

 

GERDA SCHEEPERS Ausstellungsansicht im Bonner Kunstverein
ROLAND GÄTZSCHMANN Ausstellungsansicht im Bonner Kunstverein

Die 1979 in Tzaneen, Südafrika, geborene Gerda Scheepers studierte nach ihrer Übersiedlung nach Europa zunächst 1999-2001 an der Hogeschool voor de Kunsten in Arnheim, Holland, bevor sie ihr Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Rosemarie Trockel fortsetzte. In ihrer Arbeit verbindet die Künstlerin Skulptur, Malerei und Zeichnung zu Tableaus unterschiedlicher Zusammensetzung. Grundmotive sind hierbei immer die menschliche Figur - oft repräsentiert durch ein Detail, z. B. die Haare - und deren Bedingtheit in Gesellschaft und Raum. In ihrer einfachen und humorvollen Formensprache erreicht Gerda Scheepers eine spielerische und doch gültige Interpretation der Komplexität menschlichen Lebens. Für den Bonner Kunstverein entwickelt sie ein großes, weißes Wandrelief und Tonskulpturen auf dem Weg von der Wand in den Raum.

Roland Gätzschmann (*1979 in Augsburg) studierte von 2000-2006 an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Rosemarie Trockel und Hubert Kiecol. Gätzschmann arbeitet medienübergreifend an grundlegenden Fragen künstlerischer Produktion. Er fügt quadratische, unterschiedlich pigmentierte Wachsplatten zu großen Wandbildern zusammen, die instabil auf der Grenze zwischen konkreter Kunst und der Figuration des Pixels stehen. In seinen Raumplastiken aus Holz oder Metallguss behandelt Gätzschmann ebenfalls genuin bildhauerische Fragen nach Komposition und Statik. Begleitende Videoanimationen verhandeln das Thema des "atomaren" Pixels, das in den Wachsbildern eine haptische, quasi-natürliche Brechung erfährt, auf seinem angestammten digitalen Parkett. Die Anklänge an Computerspiele der achtziger Jahre wie auch die in allen Arbeiten erkennbare inhaltliche Dimension verwandeln aber auch hier digitale Kälte in Anschaulichkeit und Empathie. Eine Wandarbeit, eine Skulpur und ein Video belegen im Bonner Kunstverein das ganze Spektrum von Gätzschmanns künstlerischer Praxis.

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