FOYER: CHRISTINE WÜRMELL

Christine Würmell: Oberflächenaktiv, Installationsansicht Bonner Kunstverein, 2009. © Christine Würmell und Bonner Kunstverein, Foto Simon Vogel

CHRISTINE WÜRMELL (*1972, lebt in Berlin) ist nach MICHAEL BAUER und PHILIPPE DECRAUZAT eingeladen, für ein Jahr das Foyer im Bonner Kunstverein zu bespielen. WÜRMELL war Meisterschülerin von GEORG BASELITZ und erwarb den MA Arts am California Institute of the Arts, Los Angeles, USA. CHRSTINE WÜRMELL entwickelt für den Bonner Kunstverein eine neue, großformatige Collage, die sich über die gesamte Wandlänge des Foyers erstreckt. In ihrer konzeptuellen Herangehensweise interessiert sich die Künstlerin für die vielfältigen Strategien künstlerischer Partizipationsmöglichkeiten vor allem im Bereich der visuellen Kommunikation. Signets, Graffitis, Tags oder Nummerncodes, wie sie in unterschiedlicher Weise im öffentlichen Raum vorzufinden sind, untersucht sie hinsichtlich ihrer Funktionalität, Codierung und Zielgruppe. Durch Malerei, Zeichnung und Fotografie eignet sich WÜRMELL einzelne Ausschnitte dieser  allgegenwärtigen Zeichen- und Bildphänomene an, um sie in einer widersprüchlichen, durchaus ironischen Collage in ein neues Spannungsfeld von Beziehungen einzugliedern und somit auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen.